LV Einsatzübung 2007

Diese Jahr machte sich der Bootstrupp ''Recke" der DLRG OG Recke am Mittwoch den 16.05.2007 als Nachzügler gegen 16:00 Uhr auf den Weg zur diesjährigen Einsatzübung des DLRG Landesverband Westfalen. Der größte Teil des 4. Wasserrettungszuges (WRZ) sammelte sich an diesem Tag schon morgens um gemeinsam gegen 8:00 Uhr von Greven aus im geschlossenen Verband zum Wasserübungsplatz der Bundeswehr in Otterstadt zu verlegen.
Wir, der vierte Trupp des vierten Zuges kamen dort Nachts gegen 23:30 Uhr an, bauten dort auf dem Platz dann unser Zelt auf und legten uns nach einem für alle recht langen Tag zur Ruhe.

Der erste wirkliche Übungstag, Donnerstag der 17.05., begann für alle sechs Züge früh am morgen, da wir uns um 7:30 Uhr zur Kurpfalzkaserne zum Frühstück verlegen mussten. Nach dem Frühstück und der Begrüßung durch die neue Einsatzleitung des LV kam unser Zugführer, Theo Freckman, dann um 9 Uhr zu den Truppführern des vierten Zuges und unterbreitete uns den für uns ersten Einsatz dieser Übung. Wir durften bei strömendem Regen eine Streckenfahrt über Neckar und Rhein zurück zum Wasserübungsplatz nach Otterstadt absolvieren. Hierbei leisteten die vier neu angeschafften Regenkombis sehr gute Dienste.

Nach dem wir dann gegen 14 Uhr nach glücklicher und relativ trockener Ankunft unser Mittagessen eingenommen hatten wurde der 4 Zug zu Mimen für eine Evakuierungsübung. In dieser Übung stellte wir zusammen mit RUNDs für einen anderen Zug Zivilisten da, deren Wohngebiet im Rahmen einer Hochwasserlage abgeschnitten und von Überschwemmung bedroht war und deshalb evakuiert werden musste. Sehr interessant und lehrreich waren dabei die Einblicke die man aus der Perspektive der anderen Seite gewinnen konnte.

Freitag nach dem Frühstück bekam der 4. Zug auch einen Alarmierung. Die Einsatzstichworte zu diesem Übungsteil waren: Brand auf Fähre, mehrere verletzte Personen, Fähre manövrierunfähig. Nach dem zwei Gruppen zur Erkundung vorausgeschickt wurden, stellte sich schnell heraus, das dies um Person im Wasser erweitert werden musste. Der Rest des Zuges, der sich zu dem Zeitpunkt schon komplett im Wasser befand, wurde schnell nachgeführt. An der Einsatzstelle meldete die Leitstelle dann zusätzlich an einem anderen noch Personen, die von einer Rheinbrücke gesprungen sind, im Wasser. Da die Einsatzstellen zu weit auseinander lagen wurde beschlossen für diesen Auftrag den ersten WRZ nach zu alarmieren. Die Helfer des vierten Zuges, die sich an Bord der Fähre befanden, versorgten die zahlreichen Verletzten, die durch die DLRG eigenen realistischen Unfall und Notfalldarsteller (RUND) gemiemt wurden, sichteten diese gleichzeitig und bereiteten sie für den Abtransport vor. Unser Trupp aus Recke wurde dabei zu erst zur Sicherung der Taucher, mit Hilfe des Blauen Rundumlichtes und der Flagge Alpha, eingesetzt. Nach beziehungsweise parallel zu der erfolgreichen Suche der Einsatztaucher nach den zwei im Wasser vermissten, verletzen Personen und der Leck suche an der Fähre wurden die verletzen Personen entsprechend der bei der Sichtung festgestellten Priorität mit den Mototrettungsbooten (MRB) zum in der Zwischenzeit von den bei den Kraftfahrern eingerichteten Verletztensammelstelle transportiert.

Nach ausgiebiger Stärkung zum Mittag besichtigten wir die 26,40 Meter lange Feuerwehrfähre RPL7 der Freiwilligen Feuerwehr Altrip die am Wasserübungsplatz in Otterstadt liegt. Diese Besichtigung war aber keine Vergnügungsveranstaltung, sondern diente zur Vorbereitung auf die Folgende uns zu dem Zeitpunkt noch unbekannte Übung. Das Schleppen dieser Fähre mit unseren im Vergleich dazu kleinen Mototrettungsbooten des 4. Zuges. Dies Übung absolvierten wir freiwillig und weil wir nach dem ersten erfolgreichen Versuch noch genügend Zeit zur Verfügung hatten insgesamt zwei mal. Im Anschluss fand dann noch freies Fahren auf einem Abgelegenen Teil des Altrheins statt. Nach Abschluss dieser Übungen und dem Abendbrot klang der Abend wie jeder Tag gemütlich im Rahmen der Kameraden aus.

Der dritte Tag der Übung begann Vormittags mit diversen Slipübungen für die Bootsbesatzungen und insbesondere für die Kraftfahrer. Besonders zu erwähnen ist hierbei die eine Übung bei der die Kraftfahrer über eine Strecke von knapp 500m rückwärts um mehrere Gebäude zu zwei Slipstellen fahren mussten. Die besondere Herausforderung war, dass hierbei die Zeit, von das erste Auto fährt rückwärts bis das letzte Boot ist einsatzklar auf dem Wasser, gestoppt wurde. Bevor der 4. Zug diese Übung absolvierte lagen die Zeiten alle in einem Rahmen von 22 – 27 Minuten. Dieses Ergebnisse unterboten wir mit hervorragenden 10 Minuten. Nach dieser Übung verbrachten wir dann den kurzen Rest des Vormittags damit Wassertaxi für die Pressereferenten des LV zu spielen und einige Fahrformationen zu üben.

Am Nachmittag dieses letzten Übungstages hatten wir dann den Auftrag einen Teil des Rheins in Mannheim, inklusive des umliegenden Gelände, unter der Annahme das hier ein Fackelschwimmen  mit ca. 1000 beteiligten, als Protest gegen das BASF Werk in Mannheim stattfinden soll, zu erkunden. Der dann ausgearbeitet und bebilderte Einsatzplan inklusive Gefahrenstellen, Orte für Unterkunft, Versorgung, Verbandsplatz usw. konnte dann am Abend der Übungsleitung fertig übergeben werden.
Sonntags stand dann „nur“ noch abbauen der Zelte und die Heimfahrt im Verband an.
Besonders hervorstechend an dieser Übung war die der Zuwachs von vier auf sechs Wasserrettungszüge und die Vielzahl an Szenarien. Insgesamt haben die Übungsorganisatoren des Landesverbandes über 30 verschiedene Szenarien für die Züge ausgearbeitet. Diese führte dazu, dass nicht wie in den vergangen Jahren die Züge nach einem festen Schema durch die verschiedenen Szenarien rotiert sind, sondern das Überraschungsmoment hoch blieb.

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